Minderjährige

 

Mein Kind wird eine Sonderschule besuchen. Kann ich diese frei auswählen oder schreibt die IV vor, in welche Schule mein Kind gehen wird?

Die Schule muss vor allem eine von der IV anerkannte Sonderschule sein.

Dabei sollten Sie beachten, dass es Schulen mit besonderen Schwerpunkten gibt: für Geistigbehinderte, Körperbehinderte, für Hör- und Sehbehinderte, für Verhaltensauffällige. Entsprechend der Behinderung soll die Schule gewählt werden.

Wohngemeinde und Wohnkanton leisten Beiträge an die Sonderschule. Wenn also in Ihrer Gemeinde oder in Ihrem Kanton eine geeignete Schule vorhanden ist, sollten Sie diese auch berücksichtigen.

 

Warum gibt es erst vom 2. Lebensjahr an Hilflosenentschädigung, obwohl die Betreuung sehr aufwändig ist?

Die IV geht davon aus, dass alle Neugeborenen und Kleinkinder bis zum 2. Altersjahr ständige Betreuung und Überwachung brauchen. Deshalb gibt es in der Regel auch erst Hilflosenentschädigung ab dem 2. Lebensjahr.

Bei der Festsetzung der Schwere der Hilflosigkeit wird jeweils abgeklärt, wie viel behinderungsbedingt notwendige, zusätzliche Pflege und Betreuung das Kind im Vergleich zu einem gleichaltrigen, nichtbehinderten Kind braucht.

Der Anspruch auf Hilflosenentschädigung wird regelmässig überprüft. Bei schwerbehinderten Kindern kann dieser Betrag mit zunehmendem Alter ansteigen.

Weitere Informationen zum Thema:

» Merkblatt Leistungen der Invalidenversicherung (IV)
» Merkblatt Hilflosenentschädigungen der IV

 

Die herkömmliche Physiotherapie zeigt bei meinem Kind keinen grossen Erfolg. Deshalb möchte ich anstelle der von der IV übernommenen Physiotherapie eine alternative Therapieform anwenden. Übernimmt die IV diese Kosten?

Nur dann, wenn die alternative Therapie von der IV anerkannt ist und von einem IV-anerkannten Therapeuten durchgeführt wird. Alle Therapien, die die IV bezahlt, müssen

  • eine Ergänzung zu medizinischen Massnahmen sein
  • ärztlich verordnet werden,
  • von der IV annerkannt
  • und von einem IV-annerkannten Therapeuten durchgeführt werden.

 

Die intensive Pflege des behinderten Kindes zu Hause ist nur dank einer Drittperson möglich, welche die Mutter im Haushalt und bei der Pflege entlastet. Ist dieser Lohn AHV-pflichtig ?

Der Intensivpflegezuschlag kann für diese Lohnentrichtung verwendet werden. Die Eltern oder Vertreter gelten als Hausdienstarbeitgeber/innen und haben Beiträge an die AHV/IV/EO/ALV und an die Familienausgleichskasse zu entrichten.
Zudem braucht es ab einer wöchentlichen Arbeitszeit von 8 Stunden die obligatorische Unfallversicherung (UVG).

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an die in den Merkblättern angegebenen Stellen.

Weitere Informationen zum Thema:

» Merkblatt Leistungen der Invalidenversicherung (IV)
» Merkblatt Lohnbeiträge an die AHV, die IV und die EO
» Merkblatt Obligatorische Unfallversicherung UVG