Vereinfachtes Abrechnungsverfahren

 

Schwarzarbeit schadet nicht nur der Wirtschaft, Schwarzarbeit ist vor allem auch ein persönliches Risiko. Wer keine Sozialversicherungsbeiträge einbezahlt, ist nicht versichert. Arbeitgebende, die Schwarzarbeit unterstützen, machen sich strafbar.

Wer Mitarbeitende mit kleinen Einkommen oder Mitarbeitende im Privathaushalt beschäftigt, scheut sich nicht selten vor dem vermeintlichen „Papierkrieg“. Diese Befürchtungen sind nicht berechtigt. Sozialversicherungsbeiträge abrechnen ist einfach.

Ab 1. Januar 2008 haben Arbeitgebende, die Mitarbeitende mit kleinen Einkommen beschäftigen, auch die Möglichkeit, die Steuerabrechnung für die Angestellten zu übernehmen. Das Abrechnungsverfahren mit Quellensteuer ist Bestandteil des Bundesgesetzes zur Bekämpfung der Schwarzarbeit.

Das Standard-Anmeldeverfahren ist schnell und einfach. Abrechnen mit Quellensteuer ist ein neues Angebot für Arbeitgebende, die als Dienstleistung für ihre Mitarbeitenden zusätzlich die Steuerabrechnung übernehmen möchten. Der Arbeitgeber zieht in diesem Verfahren neben den AHV/IV/EO- und ALV-Beitragen zusätzlich noch die Quellensteuer vom Lohn des Arbeitnehmenden ab. Das Abrechnungsverfahren mit Quellensteuer kommt nur für Unternehmen in Frage, die folgende Voraussetzungen erfüllen (Stand: 01.01.2015):

  • Maximaler Jahreslohn pro Arbeitnehmende CHF 21’150
  • Die jährliche Lohnsumme des gesamten Betriebes darf CHF 56’400 nicht übersteigen.
  • Die Löhne des gesamten Personals müssen im vereinfachten Verfahren abgerechnet werden.
  • Die Jahresabrechnung muss fristgerecht eingereicht und die Beiträge müssen pünktlich bezahlt werden.
  • Falls nur Personen im Rentenalter beschäftigt werden, die weniger als CHF 16’800 pro Jahr verdienen, ist das vereinfachte Abrechnungsverfahren nicht möglich.

 

» Abrechnungsverfahren mit Quellensteuer

» Informationsblatt "Vereinfachtes Abrechnungsverfahren für Arbeitgeber"