Bezug der Beiträge

 

Akontobeiträge

Die Ausgleichskassen erheben Akontobeiträge, die auf der Höhe der voraussichtlichen Lohnsumme basiert. Arbeitgebende liefern der Ausgleichskasse zur Festsetzung der Beiträge die erforderlichen Unterlagen. Sobald sich die Höhe der Lohnsumme ändert, ist dies der Ausgleichskasse zu melden.

 

Definitive Beiträge

Die definitiven Beiträge werden aufgrund der Abrechnung des Arbeitgebenden festgesetzt. Diese Abrechnung muss spätestens bis zum 30. Januar nach Ende des Beitragsjahres bei der Ausgleichskasse eintreffen. Wer diesen Termin nicht einhält, muss auf der Differenz Verzugszinsen bezahlen.

Die Ausgleichskasse berechnet die Differenz zwischen den bezahlten Akontobeiträgen und den definitiven Beiträgen.

  • Sind die bezahlten Akontobeiträge höher als die definitiven Beiträge, erstattet die Ausgleichskasse die Differenz zurück.
  • Sind die bezahlten Akontobeiträge tiefer als die definitiven Beiträge, stellt die Ausgleichskasse für die Differenz eine Rechnung.

 

Bezahlung der Beiträge

Bis zu einer jährlichen Lohnsumme von 200 000 Franken müssen die Beiträge vierteljährlich, über einer Lohnsumme von 200 000 Franken müssen sie monatlich bezahlt werden. Dabei ist der späteste Zahlungstermin jeweils der 10. Tag nach Quartalsende bzw. nach Monatsende. Das heisst zum Beispiel, Beiträge für das erste Quartal müssen bis spätestens 10. April bezahlt werden.

Sind die bezahlten Akontobeiträge tiefer als die definitiven Beiträge, erhalten die Arbeitgebenden eine Rechnung, die innerhalb von 30 Tagen zu begleichen ist.

 

Wichtig

Die Frist entspricht genau 30 Tagen und nicht einem Monat. Sie kann nicht erstreckt werden. Wenn der letzte Tag auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt.

Eine Rechnung gilt erst als bezahlt, wenn der Betrag auf dem Konto der Ausgleichskasse eingeht, und nicht bereits, wenn die Zahlung veranlasst wurde.

Die Frist von 30 Tagen beginnt, sobald die Ausgleichskasse die Rechnung ausstellt, und nicht erst, wenn sie beim Empfänger eintrifft. Dabei gibt die Ausgleichskasse jeweils in der Rechnung an, bis zu welchem Tag der Betrag auf ihrem Konto sein muss.

 

 

Mahnung

Wer den vorgesehenen Abrechnungstermin oder die Zahlungsfristen nicht einhält, wird gemahnt. Bei einer Mahnung wird eine Gebühr von 20 bis 200 Franken erhoben.

 

Verzugszinsen

Verzugszinsen werden unabhängig von einem Verschulden oder einer Mahnung erhoben.
Verzugszinsen bei verspäteter Abrechnung oder verspäteter Bezahlung der Beiträge:

 

Akontobeiträge bzw. genaue Beiträge
Abrechnung bzw. Zahlung: 30 Tage nach Monatsende bzw. Quartalsende
Zinsen laufen ab: 1. Tag nach Monatsende bzw. Quartalsende

 

Abrechnung
Abrechnung bzw. Zahlung: 30. Januar nach Ende des Beitragsjahres
Zinsen laufen ab: 1. Januar nach Ende des Beitragsjahres

 

Differenz zwischen Akontobeiträgen und definitven Beiträgen
Abrechnung bzw. Zahlung: 30 Tage nach Rechnungsstellung
Zinsen laufen ab: 1. Tag nach Rechnungsstellung

 

Nachgeforderte Beiträge für vergangene Jahre
Zinsen laufen ab: 1. Januar nach Ende des jeweiligen Beitragsjahres

 

 

Vergütungszinsen

Im Allgemeinen werden Vergütungszinsen auf bezahlten aber nicht geschuldeten Lohnbeiträgen ausgerichtet, die von der Ausgleichskasse zurückzuerstatten oder zu verrechnen sind. Die Zinsen laufen ab dem 1. Januar nach Ende des Beitragsjahres bis zu ihrer vollständigen Rückerstattung.

 

Sind die bezahlten Akontobeiträge höher als die definitiven Beiträge, und hat die zuständige Ausgleichskasse die Differenz nicht 30 Tage nach Erhalt der Abrechnung zurückerstattet, richtet sie Vergütungszinsen aus. Die Zinsen laufen ab dem Zeitpunkt, an dem die vollständige Abrechnung bei der Ausgleichskasse eingegangen ist.

 

Zinsberechnung

Zinsen werden tageweise berechnet, wobei für einen Monat 30 Tage, für ein Kalenderjahr 360 Tage gezählt werden. Der Zinssatz beträgt einheitlich 5%.