Information für Arbeitgeber

Die Früherfassung

Personen, welche ihre Arbeit wegen Krankheit oder Unfall unterbrechen und bei denen die Gefahr einer Invalidisierung besteht, sind möglichst früh zu melden.
  • Eine Person ist zu melden, wenn sie mindestens 30 Tage ununterbrochen arbeitsunfähig war oder innerhalb eines Jahres wiederholt Kurzabsenzen aufwies.
  • Zur Meldung berechtigt sind: Die versicherte Person oder ihre gesetzliche Vertretung, die im gemeinsamen Haushalt lebenden Familienmitglieder, der Arbeitgebende der versicherten Person, die behandelnden Ärzte/Ärztinnen, die beteiligten Sozial-, Kranken- und Privatversicherungen sowie die Sozialhilfe.
  • Die versicherte Person muss über die Meldung informiert sein.
Die Meldung gilt nicht als Anmeldung bei der IV.
Informationen zur Früherfassung

Die Frühintervention

Die Frühintervention setzt eine IV-Anmeldung voraus. Ziel ist es, möglichst frühzeitig einzugreifen, damit die versicherte Person den bestehenden Arbeitsplatz erhalten oder in einem anderen Arbeitsplatz eingegliedert werden kann. Rasche und unkomplizierte Massnahmen helfen zu verhindern, dass sich der Gesundheitszustand verschlechtert und der Arbeitsplatz in Gefahr ist.
Informationen zur Frühintervention

Integrationsmassnahmen

Mit Integrationsmassnahmen soll die berufliche Eingliederung vorbereitet bzw. ermöglicht werden. Integrationsmassnahmen richten sich an versicherte Personen mit einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% seit sechs Monaten oder länger und mit vorwiegend psychischem Leiden.
Informationen zu den Integrationsmassnahmen

Arbeitsversuch

Mit Arbeitsversuchen soll der Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, das Leistungspotential einer versicherten Person unverbindlich am Arbeitsplatz zu testen. Ziel ist eine nachfolgende Festanstellung.

Finanzielle Anreize für Arbeitgebende

Einarbeitungszuschuss: Diese finanzielle Entschädigung hat das Ziel, die eingeschränkte Leitstungsfähigkeit während der Integrationsanfangsphase zu kompensieren und wird maximal für 180 Tage ausgerichtet.
Entschädigung für Beitragserhöhung: Löst die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer krankheitsbedingt innerhalb der ersten zwei Anstellungsjahre eine Beitragserhöhung beim Krankentaggeld aus, so kann diese zum Teil entschädigt werden.
Entschädigung für Arbeitgebende: Diese wird an Arbeitgeber ausgerichtet, die sich bereit erklären, gesundheitlich beeinträchtigten Personen weiter zu beschäftigen und ihnen ermöglichen, an Integrationsmassnahmen teilzunehmen. Dieser Betrag beträgt maximal CHF 60.00 pro Tag an dem die Integrationsmassnahme durchgeführt werden.
Beratung und Betreuung / Job-Coaching: Arbeitgeber und versicherte Personen werden während und auch nach der Integrationsphase durch Eingliederungsfachleute der IV-Stelle unterstützt.