Berechnung der Prämienverbilligung

 

Die anrechenbaren Prämien werden verbilligt, soweit sie den vom Regierungsrat festgelegten Selbstbehalt übersteigen. Der Selbstbehalt wird als prozentualer Anteil der Summe des massgebenden Einkommens abzüglich eines Abzugs für Lebensbedarf und Kinder festgelegt. Der Selbstbehalt beträgt für das Jahr 2021 46 Prozent.

Für die Berechnung des Anspruchs auf die Prämienverbilligung sind Richtprämien massgebend. Der Regierungsrat hat diese für das Jahr 2021 wie folgt festgelegt:



Richtprämie für Erwachsene   
CHF 4'746.00

Prämie für minderjährige Kinder 80 % *    
CHF 822.00

Prämie für junge Erwachsene in Ausbildung 50 % *    
CHF 1'719.60

Richtprämie für junge Erwachsene (19 - 25 Jahre)
CHF 3'438.00

 

*) Die Prämien werden von Kindern zu 80 % und von jungen Erwachsenen in Ausbildung zu 50 % bis zu den festgelegten Einkommens- und Vermögensgrenzen der vom Regierungsrat festgelegten Richtprämie verbilligt.
 
Für einen Anspruch auf allfällige Prämienverbilligung bestehen Obergrenzen bezüglich massgebenden Einkommen und Vermögen. Wird eine (oder beide) dieser Obergrenzen überschritten, besteht kein Anspruch auf Prämienverbilligung. Ab 2017 entspricht das massgebende Einkommen dem steuerbaren Einkommen nach der letzten rechtskräftigen Steuerveranlagung, korrigiert um folgende Faktoren:

  • zuzüglich 15 % des steuerbaren Vermögens
  • zuzüglich die vollumfänglichen Beiträge an die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a) von Personen, die einer Vorsorgeeinrichtung angehören
  • zuzüglich den 10000 Franken übersteigenden Betrag an die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a) von Personen, die keiner Vorsorgeeinrichtung angehören
  • zuzüglich die Einkaufsbeiträge an Einrichtungen der beruflichen Vorsorge
  • zuzüglich den Liegenschaftsaufwand
  • zuzüglich die Einkünfte gemäss Bundesgesetz über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit
  • zuzüglich Mitgliederbeiträge und Zuwendungen an politische Parteien nach Art. 35 lit. j des Steuergesetzes
  • zuzüglich der freiwilligen Leistungen an juristische Personen in der Schweiz nach Art. 36 lit. b des Steuergesetzes
  • zuzüglich die Vorjahresverluste nach Art. 33 Abs. 1 des Steuergesetzes

 


Obergrenzen der Bezugsberechtigung, gültig ab 2019

 

Es ist das massgebende Einkommen, nicht das steuerbare Einkommen zu verwenden (siehe oben)

Alleinerziehende mit 1 Kind   
CHF 46'200

Alleinerziehende mit 2 Kindern    
CHF 47'000

Alleinerziehende mit 3 Kindern    
CHF 50'400

Alleinerziehende mit 4 Kindern    
CHF 56'700

Alleinerziehende mit 5 und mehr Kindern    
CHF 63'000

Verheiratete ohne Kinder    
CHF 49'500

Verheiratete mit 1 Kind    
CHF 68'200

Verheiratete mit 2 Kindern    
CHF 75'900

Verheiratete mit 3 Kindern    
CHF 76'000

Verheiratete mit 4 Kindern    
CHF 77'000

Verheiratete mit 5 und mehr Kindern    
CHF 81'000

Alleinstehende und Alleinerziehende mit einem steuerbaren Vermögen von über CHF 120’000.- und Verheiratete mit einem steuerbaren Vermögen von über CHF 200’000.- haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Prämienverbilligung.