Hinterlassenenrente

Wann wird eine Witwenrente ausgerichtet?
Eine Witwenrente wird ausgerichtet an:

verheiratete Frauen, die im Zeitpunkt der Verwitwung eines oder mehrere Kinder (gleichgültig welchen Alters) haben;

verheiratete Frauen, die im Zeitpunkt der Verwitwung keine Kinder haben, sofern sie beim Tod des Ehemannes das 45. Altersjahr zurückgelegt haben und mindestens 5 Jahre verheiratet gewesen sind. Waren sie mehrmals verheiratet, werden die Ehezeiten zusammengezählt;

geschiedene Frauen, die beim Tode des geschiedenen Partners eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:
– Sie haben Kinder und die Ehe hat mindestens 10 Jahre gedauert, oder
– sie waren bei der Scheidung älter als 45 Jahre und die geschiedene Ehe hat mindestens 10 Jahre gedauert, oder
– das jüngste Kind vollendet sein 18. Altersjahr, nachdem die geschiedene Mutter 45 Jahre alt geworden ist.

Erfüllt eine geschiedene Frau keine dieser Voraussetzungen, so hat sie nur Anspruch auf eine Witwenrente, solange sie Kinder unter 18 Jahren hat.
Wer hat Anspruch auf eine Witwerrente?
Witwer und geschiedene Männer, deren ehemalige Ehefrau gestorben ist, haben Anspruch auf eine Witwerrente, wenn und solange sie Kinder unter 18 Jahren haben.


Wann haben Kinder Anspruch auf eine Waisenrente?
Kinder haben nach dem Tode des Vaters oder der Mutter Anspruch auf eine Waisenrente. Sind beide Elternteile verstorben, werden zwei Waisenrenten ausgerichtet. Der Rentenanspruch dauert in der Regel bis zur Vollendung des 18. Altersjahres, für Kinder in Ausbildung bis zu deren Abschluss, längstens bis zum vollendeten 25. Altersjahr.
Wann beginnt und wann endet der Anspruch auf Hinterlassenenrente?
- Der Anspruch auf eine Hinterlassenenrente entsteht grundsätzlich am ersten Tag des Monats, der dem Tode des (geschiedenen) Ehegatten bzw. eines oder beider Elternteile folgt.

- Der Rentenanspruch erlischt am Ende des Monats, in dem die Voraussetzungen wegfallen.

- Mit der Wiederverheiratung erlischt die Witwen- oder Witwerrente. Die Waisenrenten laufen jedoch weiter.
Berechnung der Hinterlassenenrenten
Damit ein Anspruch besteht, muss der verstorbenen Person mindestens ein volles Beitragsjahr angerechnet werden können.

Ein volles Beitragsjahr liegt vor, wenn
- die verstorbene Person insgesamt während eines Jahres Beiträge geleistet hat, oder
- der erwerbstätige Ehegatte einer versicherten Person mindestens während eines Jahres den doppelten Mindestbeitrag entrichtet hat, oder
- Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können.


Zusammenfallen von Leistungen
Erfüllt eine Person gleichzeitig die Voraussetzungen für eine Hinterlassenenrente und für eine Alters- oder Invalidenrente, so wird nur die betragsmässig höhere Rente ausgerichtet.
Anmeldung zum Bezug von Hinterlassenenrenten
Die Anmeldeformulare werden von den Ausgleichskassen und ihren AHV-Zweigstellen abgegeben. Die Anmeldung ist bei der Ausgleichskasse einzureichen, an welche die verstorbene Person zuletzt AHV-Beiträge entrichtet hat.

Wurden keine AHV-Beiträge entrichtet, so ist die Anmeldung für den Bezug von Renten bei der kantonalen Ausgleichskasse einzureichen.


Weitere Informationen zum Thema
» Merkblatt Hinterlassenenrenten der AHV
» Zurück zur Übersicht